Die Yamaha TRUE X SURROUND 90A Soundbar ist ein interessantes Beispiel. Sie ist teuer, aber eine hervorragende Soundbar für Filme und Musik – doch reicht das aus?
Der Markt für Soundbars ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, und gleichzeitig hat sich das Angebot um deutlich teurere und echte Mehrkanal-Lösungen erweitert.
Yamaha ist seit Langem an dieser Entwicklung beteiligt, wenn auch vielleicht nicht an der Spitze der Verkaufsstatistik. Für viele sind die Modelle bekannter TV-Hersteller die einfachere Wahl.
Yamahas Produktpalette war jedoch recht umfangreich und umfasste auch teurere Lösungen. Beispielsweise den Yamaha SR-X50A, der damals von AVPlussan getestet wurde.
Yamahas Geschichte im Bereich der Soundbars reicht ebenfalls weit zurück. Die 2015 vorgestellte Yamaha YSP-5600 zählte damals zu den fortschrittlichsten Lösungen auf dem Markt. Ihre Besonderheit war die sogenannte Soundprojektor-Technologie: Dutzende kleiner Elemente formten mithilfe von DSP Schallstrahlen, die, auf die Wände gerichtet, einen sehr authentischen und beeindruckenden Surround-Effekt ohne separate Rücklautsprecher erzeugten.
Yamaha versucht nun, gewissermaßen wieder an die Spitze der Soundbar-Lautsprecher zurückzukehren. Dabei kommt teilweise dieselbe, bereits erwähnte „Sound Beam“-Technologie wie 2015 zum Einsatz. Diese wurde jedoch weiterentwickelt und ist nun speziell für die Dolby-Atmos-Surround-Sound-Wiedergabe ausgelegt.
Die Yamaha TRUE X SURROUND 90A 5.1.2 Soundbar, die wir aktuell testen und die 2.600 € kostet, ist ein ambitionierter Versuch, sich im Premiumsegment der Soundbars zu etablieren – und zwar an der Spitze. In dieser Preisklasse tritt Yamaha in direkte Konkurrenz zu Topmodellen bekannter TV-Hersteller und etablierter Premium-Audiomarken. Zu den Mitbewerbern zählen Samsung, JBL, Focal und KEF.
Erster Eindruck
Der erste Eindruck von der Yamaha ist vielleicht etwas widersprüchlich. Die flache Soundbar ist an sich wunderschön, dabei sehr schlicht und bis zu einem gewissen Grad auch technisch, aber gleichzeitig vielleicht etwas unscheinbar. Ihre Form entspricht genau der eines Barrens, wie der Name Soundbar vermuten lässt.
Wir finden, dass der Subwoofer dieser Serie dem Preis nicht ganz gerecht wird, obwohl er für seine Größe robust gebaut ist und durchaus ansprechend aussieht. Die etwas plastikartigen Oberflächenmaterialien und die Verarbeitung entsprechen jedoch nicht ganz dem Eindruck, den man von einem Produkt im Wert von fast 2600 Euro erwarten würde.
Andererseits ist der Subwoofer meist versteckt, und ein gewisses Maß an Zurückhaltung und Unaufdringlichkeit kann durchaus von Vorteil sein; zumindest versucht das System nicht unnötig, sich in den Vordergrund zu drängen. Und der Subwoofer selbst erwies sich in seiner Wiedergabe als durchaus funktional.
Die hinteren Lautsprecher sind in ihrem Design eindeutig einzigartig. Sie sehen tatsächlich recht elegant und hochwertig aus.
Dennoch entsteht der Eindruck, dass das System aus Einzelprodukten zusammengesetzt wurde, die von leicht unterschiedlichen Ausgangspunkten aus konzipiert wurden.
Obwohl die Konstruktion robust und die Verarbeitung größtenteils von sehr hohem Standard ist, entspricht das Erscheinungsbild des Yamaha unserer Meinung nach nicht ganz den Premium-Erwartungen dieser Preisklasse. Andererseits ist das Geschmackssache. Und letztendlich spielt das Aussehen in einer dunklen Umgebung keine so große Rolle. Am Ende entscheidet – zumindest teilweise – der Klang.
Technologie
Technisch gesehen handelt es sich um ein 5.1.2-Kanal-Soundbar-System. Das System besteht aus der eigentlichen Soundbar, einem kabellosen Subwoofer und zwei separaten, aber vollständig kabellosen Rücklautsprechern. Es gibt also keine virtuellen Kanäle oder seitlich abstrahlenden Elemente in der Soundbar, sondern komplett separate Lautsprecher.
Die Soundbar, die Rücklautsprecher und der Subwoofer bilden das 5.1-Kanal-System. Kanal 2 dient der Höhenwiedergabe bei Dolby Atmos- und DTS-X-codierten Filmen (und auch Musik). Yamaha nutzt hierfür dieselbe sogenannte Sound Beam-Technologie wie beim Digital Sound Projector des Yamaha YSP-5600. Diese wurde hier natürlich weiterentwickelt.
An der Oberseite der Soundbar befinden sich an beiden Enden jeweils sechs kleine, nach oben gerichtete „Beam“-Elemente mit 28 mm Durchmesser. Jedes Element verfügt über einen eigenen Verstärkerkanal. Mithilfe dieser Elemente und digitaler Signalverarbeitung (DSP) sollen gerichtete Schallbündel erzeugt werden, wodurch ein effektiverer und vor allem präziserer Raumklang als bei herkömmlichen Lösungen mit breiterer Schallabstrahlung erzielt werden soll. Es geht also um kontrollierte Richtwirkung des Schalls.
- Yamaha-TrueX-90A-SoundBeamYamaha-TrueX-90A Sound-Beam-Elemente
- Yamaha-TrueX-90A Sound-Beam-Elemente
- Yamaha-TrueX-90A Sound-Beam-Elemente
- Yamaha TrueX 90A Bildschirm-SchallstrahleinstellungenYamaha TrueX 90A Soundbeam-Einstellungen auf dem Bildschirm
- Yamaha TrueX 90A Music CastYamaha TrueX 90A Soundbeam-Einstellungen über die App
Hierbei ermöglicht die DSP-Technologie auch die virtuelle Ausrichtung der Schallstrahlen und sogar die Anpassung ihrer „Breite“ direkt aus der Anwendung heraus.

Die Hauptkanäle und der Center-Kanal der Soundbar sind mit identischen 110 × 53 mm Bass-Mitteltönern (im Center-Kanal doppelt ausgeführt) und 28 mm Kalottenhochtönern ausgestattet. An den Seiten befinden sich Schallbündelungseinheiten.
Die hinteren Kanäle werden von separaten, recht kompakten TRUE X SPEAKER 3A-Lautsprechern wiedergegeben, die komplett kabellos funktionieren und daher über eigene Verstärker und Akkus verfügen. Jeder Lautsprecher besitzt zwei 57-mm-Breitbandtreiber mit passiven Radiatoren zur Unterstützung des Bassbereichs.
Die kabellose Lösung ermöglicht prinzipiell eine Platzierung ohne Kabel. Separate Ladestationen werden mit den Rücklautsprechern mitgeliefert. Die Lautsprecher können somit in den Ladestationen platziert und bei Bedarf an den gewünschten Ort gehoben werden. Die Ladestationen funktionieren auch, wenn die Lautsprecher zur kontinuierlichen Stromversorgung fest aufgestellt sind. Bodenständer sind als Zubehör für die Lautsprecher erhältlich. Eine Wandmontage ist ebenfalls möglich (mit Universalständern), die Stromversorgung kann hierbei jedoch problematisch sein.
Die Lautsprecher sollen im Surround-Modus eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden haben. Das Aufladen erfolgt über USB-C (direkt per Kabel oder mit Ladeschalen) und dauert etwa vier Stunden.
Die rückseitigen Lautsprecher lassen sich auch separat als normale Bluetooth-Lautsprecher verwenden. Die Soundbar selbst fungiert als Netzwerklautsprecher im Yamaha MusicCast-System und sogar als Teil eines Multiroom-Systems.
Der Subwoofer ist zwar nicht mini, aber für seine Klasse dennoch recht kompakt: Seine Abmessungen betragen 241 × 378 × 414 mm. An der Vorderseite des Gehäuses, hinter einem festen Schutzstoff, befindet sich ein 170-mm-Tieftöner. Das Gehäuse ist reflexabgestimmt, und die symmetrische Öffnung des Bassreflexrohrs – d. h. die trompetenförmigen Rohrenden – soll Rohrgeräusche und Verzerrungen reduzieren. Das Bassreflexrohr mündet im unteren Teil des Gehäuses.
Anschlüsse
Der Hauptanschluss erfolgt über HDMI eARC zum Fernseher, zusätzlich gibt es einen HDMI-Eingang für externe Geräte. Außerdem ist ein optischer Digitaleingang vorhanden. Der HDMI-Passthrough unterstützt 4K-Bilder sowie Dolby Vision und HDR10+. Allerdings ist die Anzahl der Anschlüsse für diese Preisklasse recht begrenzt, was die Möglichkeit einschränken kann, mehrere Geräte direkt an die Soundbar anzuschließen.
Spieler sollten beachten, dass der HDMI-Passthrough weder 4K/120-Hz-Signale noch VRR-Funktionen unterstützt. In der Praxis empfiehlt es sich, die neuesten Spielekonsolen direkt an den Fernseher anzuschließen und die eARC-Verbindung für die Audiorückführung zu nutzen.
Die drahtlose Konnektivität umfasst Wi-Fi, Bluetooth und Apple AirPlay 2. Bluetooth unterstützt nur grundlegende Audio-Codecs, aber es erfüllt seinen Zweck, und die Netzwerkwiedergabe wird wahrscheinlich zum Musikhören verwendet.
Für die Netzwerkwiedergabe verwendet Yamaha seine eigene MusikcastÜber die Plattform können Sie verschiedene Streaming-Dienste nutzen und das System in ein Multiroom-System einbinden. Das Lautsprecherpaar selbst lässt sich bei Bedarf auch über die MusicCast-App steuern und anpassen.
Erwähnenswert ist auch der in der Soundbar integrierte Bluetooth-Transmitter, mit dem Sie kabellose Kopfhörer problemlos mit dem Gerät verbinden können.
Surround-Sound
Die Soundbar unterstützt Dolby Atmos und DTS:X sowie AURO-3D (was bei Soundbars selten ist) und DTS Neural:X. Diese Lösungen für Surround-Sound-Wiedergabe, -Verarbeitung und -Upmixing erweitern selbst Standard-Stereo- oder Mehrkanal-Inhalte zu einem immersiveren, dreidimensionalen Klangerlebnis.
AURO-3D Im Gegensatz zu Dolby Atmos und DTS:X basiert AURO-3D stärker auf festen Höhenkanälen als auf bewegten Klangobjekten. Das System erzeugt das Klangfeld auf mehreren Ebenen: einer traditionellen Surround-Ebene und einer darüber liegenden Höhenebene. Das Ergebnis soll insbesondere die Natürlichkeit und Einheitlichkeit des Raumes hervorheben. Der in Verbindung mit AURO-3D verwendete Auro-Matic-Upmix analysiert Standard-Stereo- oder Mehrkanal-Inhalte und erweitert sie um Höheneffekte. Dies gilt als besonders angenehme und natürlich klingende Lösung, vor allem für Musik. Und tatsächlich funktioniert dies bei Yamaha-Systemen hervorragend.
DTS Neural:X DTS Neural:X ist ein von DTS entwickeltes Upmixing-System, das alle verfügbaren Lautsprecher nutzt, selbst wenn der Originalinhalt keine Höhenkanäle enthält. Das System analysiert das Audiosignal in Echtzeit und erweitert das Klangbild, insbesondere in den Surround- und Höhenrichtungen. So lässt sich beispielsweise herkömmlicher Stereoton oder ein traditioneller 5.1-Mix deutlich immersiver wiedergeben. DTS Neural:X fungiert im Wesentlichen als DTS-Pendant zu Dolby Surround und Auro-Matic.
Zusätzlich ist Yamahas SURROUND:AI verfügbar.Yamahas System analysiert laut eigenen Angaben die wiedergegebenen Inhalte in Echtzeit und passt verschiedene Klangaspekte automatisch an die jeweilige Situation an. In der Praxis soll das System Dialoge, Effekte und Hintergrundgeräusche ohne ständige manuelle Anpassungen ausbalancieren. Im Test war der Effekt eher subtil, aber insbesondere bei Filmen klang das Ganze stellenweise etwas kontrollierter und einheitlicher. Sie können es also gerne ausprobieren, obwohl wir selbst diesbezüglich noch gewisse Vorbehalte haben.
Inbetriebnahme, Betrieb und Justierungen
Die Einrichtung des Geräts ist recht einfach. Vielleicht nicht ganz so leicht wie bei vielen Konkurrenzprodukten, da es keine geführte Einrichtung gibt. Man muss alles selbst herausfinden und einrichten, und die beiliegende Kurzanleitung ist nicht vollständig. Ausführlichere Anweisungen findet man nur im Online-Leitfaden (warum nicht einen direkten Link dazu in der App einfügen?).
Der kabellose Subwoofer verbindet sich automatisch mit der Soundbar, die hinteren Lautsprecher erfordern jedoch eine etwas komplexere Einrichtung. Daher wurde hierfür ein separates Anleitungsvideo erstellt.
Die Einrichtung ist also nicht schwierig, aber auch nicht ganz so einfach wie „Plug & Play“. Hier besteht Verbesserungspotenzial. Insbesondere das Fehlen einer automatischen Einrichtung und Raumkorrektur bedeutet, dass man sich intensiver mit der Aufstellung und den Einstellungen auseinandersetzen muss. Das ist aber oft von Vorteil.
Die Bedienung erfolgt über eine herkömmliche Fernbedienung und ein Bildschirmmenü. Es gibt keinerlei grafische Spielereien oder Ähnliches. Das Design ist schlicht. Dafür ist es aber auch übersichtlich. Einige Funktionen sind natürlich auch über die separate Music Cast-App verfügbar, die optisch ansprechender und übersichtlicher ist.
Es gibt zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Der Nutzer kann unter anderem die Lautstärke des Center-Kanals und der hinteren/Surround-Kanäle des Subwoofers anpassen, Höheneffekte einstellen und verschiedene Klangverarbeitungsfunktionen auswählen. Yamahas SURROUND:AI optimiert den Klang automatisch entsprechend den wiedergegebenen Inhalten.
Die Clear Voice-Funktion soll außerdem die Sprachverständlichkeit verbessern, falls Dialoge im restlichen Klangbild untergehen. Die Fernbedienung verfügt über separate Pegelregler für die hinteren Kanäle, was an sich gut ist. Ein gemeinsamer Regler wäre aber ausreichend gewesen, und eine der Tasten hätte beispielsweise zur Anpassung des Subwoofer-Pegels genutzt werden können. Alle Bedienelemente sind natürlich auch in der App zu finden.
Andererseits gibt es nur Regler für Bässe und Höhen. Ein Equalizer wäre in dieser Preisklasse wünschenswert gewesen. Nun ja, die vorhandenen Regler waren kaum nötig. Vielleicht hätte man die Mitten des Center-Kanals etwas anheben können. Ein Equalizer wäre also kein Nachteil gewesen.
Im Alltag erweist sich das Yamaha-Gerät als äußerst komfortabel und unkompliziert in der Bedienung. Die Fernbedienung ist übersichtlich, die wichtigsten Funktionen sind schnell gefunden und die Auswahl verschiedener Klangmodi gestaltet sich ebenfalls einfach. Sind die Einstellungen einmal vorgenommen, besteht praktisch keine Notwendigkeit mehr, sie zu ändern.
Die MusicCast-App ist am intuitivsten zu bedienen, aber die Steuerung über das Smartphone ist nicht immer die schnellste – zumindest nicht im Alltag. Dafür bietet die MusicCast-App auch alle gängigen Streaming-Dienste zum Musikhören.
Das kleine Display an der Vorderseite liefert grundlegende Informationen übersichtlich, obwohl das Gerät insgesamt recht schlicht und einfach wirkt. Das Display ist dringend nötig und hätte unserer Meinung nach auch unauffällig oben auf der Soundbar angebracht werden können. Dadurch wäre die Vorderseite optisch symmetrischer und vielleicht sogar stilvoller gewesen.
Funktioniert mit Filmen
Im Filmbereich bietet die Yamaha eine ausgewogene Klangbühne, die – anders als bei vielen Soundbars – weder hohe Frequenzen, Effekte noch Bässe überbetont. Die Effekte und der räumliche Eindruck wirken hingegen beispielsweise in Actionfilmen glaubwürdig und vor allem sehr natürlich. Der Gesamteindruck ist positiv, ohne übertrieben zu sein.
Die Sound Beam-Technologie für den Höhenkanal scheint gut zu funktionieren: Der Klang tritt relativ leise aus der Soundbar aus und breitet sich kontrolliert im Raum aus. Der räumliche Effekt ist überzeugend. Allerdings hängt die Wirksamkeit der Höheneffekte bei Systemen, die mit Reflexionen arbeiten, stets von der Positionierung der Soundbar und der Raumakustik ab – von der Art der Akustik, der Position der Wände im Verhältnis zur Soundbar usw. Im Fall von Yamaha ermöglichen die Technologie und die Einstellmöglichkeiten jedoch eine bessere Berücksichtigung des Raumes als üblich. Dies erfordert natürlich etwas Experimentieren und Anpassen.
Der Subwoofer ist eine der Stärken des Systems. Der Bass ist kraftvoll, aber kontrolliert und überlagert keine anderen Frequenzen – vorausgesetzt, die Lautstärke ist richtig eingestellt. Die Wiedergabe ultratiefer Frequenzen hingegen ist erwartungsgemäß nicht optimal.
Der Center-Kanal wird klar wiedergegeben, doch beispielsweise in Actionszenen kann der Dialog bei manchen Einstellungen von den Effekten übertönt werden, obwohl sich der Center-Kanalpegel separat anpassen lässt. Die Anpassung verbessert zwar die Dialoglautstärke, verändert aber nicht grundlegend den Klangcharakter der Soundbar und die Positionierung der Sprache im Gesamtbild. Die Clear Voice-Funktion verbessert die Dialogwiedergabe, lässt sie aber dennoch etwas dunkler klingen.
Insgesamt gibt der Yamaha Filme ausgewogen und ohne übertriebene Effekte wieder. Er bietet zwar keine Wow-Effekte, dafür aber eine glaubwürdige und vor allem realistische und natürlich klingende Wiedergabe.
Auch musikalisch gut
Die Yamaha überzeugt auch bei Musikwiedergabe. Das ist bei Soundbars eher selten. Nur wenige Soundbars haben bisher so gut Musik wiedergegeben. Zugegeben, wir übertreiben vielleicht etwas, aber für eine Soundbar spielt die Yamaha Musik hervorragend. Selbst der Subwoofer liefert mit moderaten Einstellungen einen soliden Klang ohne jegliche Überbetonung oder Zischlaute.
Insgesamt ist die Wiedergabe ruhig und neutral, ohne den typischen „Soundbar-Effekt“, der die hohen Frequenzen betont. Die Höhen bleiben kontrolliert, die Mitten klingen natürlich, und der Subwoofer fügt sich harmonisch in den Gesamtklang ein. Das Ergebnis ist auch bei längerem Hören angenehm.
Und Yamahas AURO-3D verleiht dem Klang einen glaubwürdigen räumlichen Effekt, ohne ihn zu übertreiben.
AVPLUS-ZUSAMMENFASSUNG
Eine hervorragende Soundbar, aber für wen?
Die Yamaha TRUE X SURROUND 90A ist zweifellos eine der besten Soundbars. Ihre Stärken liegen in der ausgewogenen Wiedergabe, der präzisen Klangabbildung und dem klaren, gleichmäßig erzeugten Raumklang ohne jegliche Überbetonung. Dies kommt insbesondere bei Filmen gut zur Geltung, wobei der Subwoofer das Gesamtbild optimal unterstützt. Auch bei Musikwiedergabe bleibt die Balance für eine Soundbar außergewöhnlich.
Gleichzeitig erfordert das Ganze Kompromisse. Der Pegel des Center-Kanals lässt sich zwar anpassen, die Sprachverständlichkeit hängt aber auch von der Gesamtabstimmung der Soundbar, der Integration der Frontlautsprecher und dem gewählten Klangmodus ab. Daher klingen Dialoge nicht immer ganz so mühelos wie bei den besten Konkurrenzprodukten. Auch die Integration der Rücklautsprecher ist nicht immer perfekt. Das sind jedoch keine besonders kritischen Aspekte in einem ansonsten guten Gesamtpaket.
Da die Einrichtung und die tatsächliche Raumkorrektur nicht automatisch erfolgen, erfordern Einrichtung und Justierung etwas mehr Erfahrung. Andererseits kann eine manuelle Justierung im besten Fall ein besseres Endergebnis liefern als eine automatisierte Lösung.
Insgesamt handelt es sich eher um eine durchdachte als um eine maximalistische Lösung. Yamaha bietet insgesamt ein außergewöhnlich präzises und natürliches Hörerlebnis in der Soundbar-Klasse. Filme werden angenehm und mit gutem räumlichen Effekt wiedergegeben, aber ebenso bemerkenswert ist die exzellente Klangqualität bei Musik in dieser Klasse. AURO-3D verleiht der Musik zudem ein räumliches Klangbild, ohne dabei übertrieben zu wirken.
Der Preis ist jedoch hoch und die Konkurrenz groß. Gleichzeitig stellt sich die Frage, für wen und welchen Einsatzzweck die Yamaha TRUE X SURROUND 90A primär gedacht ist. Am naheliegendsten erscheint sie als separater, hochwertiger Wohn- oder Fernsehraum, in dem man Filme und Musik in hoher Qualität genießen möchte, ohne die Verkabelung und die Vielzahl an Geräten eines herkömmlichen AV-Verstärkers und Lautsprechersystems.
GANZ:
+ Plussat
- Präzises und gut strukturiertes Klangbild, natürlicher Raumklang, hochwertige Klangwiedergabe bei Musik, kontrollierte und erweiterte Basswiedergabe, kabellose Rücklautsprecher erleichtern die Platzierung
- Minukset
- Keine geführte Einrichtung, Dialogton des Center-Kanals, keine Raumkorrektur, Integration der hinteren Lautsprecher mit Einschränkungen, Anzahl der Anschlüsse
Informationstechnologie
| Marke und Modell | Yamaha TRUE X SURROUND 90A |
| Preis | 2592 € |
| Struktur | Soundbar + kabelloser Subwoofer + 2 × kabellose Rücklautsprecher (TRUE X SPEAKER 3A) |
| Kanalkonfiguration | 5.1.2 |
| Frontlautsprecher (L/R) | 110 × 53 mm Breitbandlautsprecher + 25 mm Hochtöner (/Kanal) |
| Zentralkanal | 110 × 53 mm Breitbandlautsprecher (x2) × 25 mm Hochtöner |
| Maximale Ausgangsleistung | Hauptkanäle und Center-Kanal: 3 x 100 W |
| Wiedergabebereich | 120 Hz - kHz 20 |
| Höhenkanäle (L/R) | 6 x 28 mm Breitband (x2) |
| Maximale Ausgangsleistung | 12 2,5 x W |
| Wiedergabebereich | 500 Hz - kHz 20 |
| Rücklautsprecher | 2 x 58 mm Breitbandlautsprecher + 2 x Passivradiatoren (/Lautsprecher), kabellos, batteriebetrieben |
| Maximale Ausgangsleistung | 2 10 x W |
| Wiedergabebereich | kein Wetter |
| Subwoofer | 170-mm-Treiber, Bassreflexgehäuse, drahtlose Verbindung |
| Maximale Ausgangsleistung | 100 W |
| Wiedergabebereich | 33 - 120 Hz |
| Anschlüsse | HDMI eARC, 1 × HDMI-Eingang, optischer Digitaleingang |
| HDMI-Unterstützung | 4K HDR (Dolby Vision, HDR10+) |
| Drahtlose Verbindungen | Wi-Fi, Bluetooth (auch Sender), AirPlay 2 |
| Online-Wiedergabe | MusicCast-kompatible Dienste (z. B. Spotify, Deezer, Amazon Music, Qobuz) |
| Audiofunktionen | Surround AI, Klare Sprachwiedergabe, Bassverstärkung, 3D-Musik, Alle, Stereo |
| Audioformate | Dolby Atmos, DTS:X, AURO-3D, DTS Neural:X, |
| Ändern | Multiroom-Wiedergabe (MusicCast), Nutzung der Rücklautsprecher als separate Bluetooth-Lautsprecher, Akkulaufzeit 10-12 Stunden |
| Abmessungen: Soundbar (BxHxT) | 1180 × 85 × 143 mm |
| Abmessungen: Subwoofer (BxHxT) | 241 × 378 × 414 mm |
| Abmessungen: Rücklautsprecher (BxHxT) | 88 × 220 × 88 mm |
| Gewicht (Soundbar) | 11,0 kg |
| Gewicht (Subwoofer) | 12,7 kg |
| Gewicht (hintere Lautsprecher) | 1,0 kg/Stück |
| Pakkaussisältö | Soundbar, kabelloser Subwoofer, 2 × Rücklautsprecher, 2 × Ladestation, Fernbedienung, Wandhalterungen, Netzkabel, Kurzanleitung |
Ja aus diesem Online-Leitfaden Sie finden dort weitere technische Daten und viele zusätzliche Informationen.
VIDEO-EXTRA
Und hier ist schließlich Yamahas eigenes Einführungsvideo:
























