Test: Hisense M2 Pro Videoprojektor – ein kompakter und einfacher 4K-Projektor
Der Hisense M2 Pro bietet ein scharfes Bild, einfache Bedienung und hochwertige Ausführung in einem kompakten Formfaktor – und das zu einem erschwinglichen Preis.
Hisense hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Hersteller von Laserprojektoren entwickelt, insbesondere im Bereich kompakter und Ultrakurzdistanzprojektoren. Der M2 Pro erweitert das Angebot um die Kategorie der besonders portablen Kompaktprojektoren. Er ist Hisenses kleinster und günstigster 4K-Projektor und vereint drei Laserlichtquellen, eine nahezu echte 4K-Auflösung und volle HDR-Unterstützung in einem benutzerfreundlichen, relativ kompakten Gerät mit einem Gewicht von rund vier Kilogramm.
Der M2 Pro richtet sich an Nutzer, die Wert auf Mobilität, Automatisierung und unabhängigen Betrieb ohne separate Quellgeräte legen. Dies spiegelt sich auch im Betriebssystem wider, denn der Projektor fungiert wie ein Smart-TV: Nach dem Hochfahren öffnet sich die VIDAA Smart TV-Plattform auf dem Bildschirm, über die Inhalte von Streaming-Diensten direkt wiedergegeben werden können.
Die Verfügbarkeit des M2 Pro ist in Finnland ebenfalls etwas eingeschränkt; es scheint nur in wenigen Online-Shops, darunter auch einige ausländische, erhältlich zu sein. Der Preis variiert je nach Anbieter zwischen 1.200 und 1.800 Euro. Am günstigsten ist es im deutschen Online-Shop Amazon.de für unter einer Tonne.
Struktur und Technologie
Der M2 Pro hat eine nahezu kubische Form mit Abmessungen von 218 × 231 × 193 mm. Mit einem Gewicht von 3,9 Kilogramm lässt er sich mühelos von Raum zu Raum transportieren. Dank des Projektorständers kann der Projektor stufenlos geneigt werden, sodass das Bild von einem Tisch, einer Wand oder sogar an die Decke projiziert werden kann. Gummifüße an der Unterseite des Ständers verhindern ein Verrutschen.
Der Projektor verwendet einen 0,47-Zoll-DLP-Chip, der mithilfe der XPR-Pixel-Shift-Technologie von Texas Instruments ein 4K-Bild (3840 x 2160) erzeugt. Ähnlich wie bei anderen Herstellern von Epson. Die native Auflösung des Panels beträgt 1920 x 1080 Pixel. Die Lichtquelle ist ein RGB-System mit drei Lasern, das 110 % des BT.2020-Farbraums abdeckt. Die Lichtleistung beträgt 1300 Lumen, was für ein großes Bild in schwach beleuchteten Räumen ausreicht. Die Laser haben eine Lebensdauer von ca. 25.000 Stunden, und die Lampen müssen nie ausgetauscht werden.
Die RGB-Lichtquelle mit drei Lasern erzeugt einen breiten Farbraum und guten Kontrast sowie eine tiefe, gleichmäßige Schwarzwiedergabe. Allerdings benötigt der Projektor eine relativ dunkle Umgebung, um optimalen Kontrast und Farbtiefe zu erzielen.
Der Projektor verfügt über einen optischen Zoom, dessen Zoombereich allerdings recht gering ist, was für ein Gerät dieser Größe und Preisklasse ungewöhnlich ist. Der 1,3-fache optische Zoom und der zusätzliche digitale Zoom ermöglichen ein Gesamtseitenverhältnis von etwa 2,4x. Der M2 Pro bietet ein Projektionsverhältnis von 1,0–1,3:1, was bedeutet, dass ein Abstand von etwa drei Metern ausreicht, um ein 100-Zoll-Bild zu erzeugen. Es handelt sich nicht um ein Kurzdistanzmodell, aber Hisense benötigt keinen großen Abstand, und der Zoom bietet etwas Spielraum bei der Aufstellung. Der Objektivversatz beträgt 100 %, sodass das Bild oberhalb der Linsenmitte projiziert wird. Dadurch lässt sich der Projektor problemlos ohne Neigen auf einem Tisch platzieren.
Obwohl das Gerät theoretisch eine Bilddiagonale von bis zu 200 Zoll ermöglicht, wird eine maximale Größe von 120 Zoll empfohlen – dies bietet ausreichend Platz für die Aufstellung und gewährleistet optimale Bildschärfe und Helligkeit. Neben der Linse sorgen Sensoren für Genauigkeit und Geometrie, die Autofokus, Trapezkorrektur, Bildschirmerkennung, Wandfarbkompensation und Hindernisvermeidung übernehmen. Eine Augenschutzfunktion schaltet das Bild automatisch ab, sobald sich eine Person vor der Lampe befindet. Die Automatik arbeitet schnell und präzise: Der Projektor erkennt die Bildgrenzen, passt die Schärfe an und korrigiert die Geometrie innerhalb weniger Sekunden. Diese Funktionen lassen sich manuell überschreiben, um maximale Helligkeit zu erhalten und die Auswirkungen der digitalen Korrektur auf die Bildqualität zu vermeiden.
Benutzeroberfläche und Verbindungen
Die eigene Nutzerplattform VIDAA von Hisense ist schnell und übersichtlich, beinhaltet aber keine finnischen Streaming-Dienste wie Yle Areena oder MTV Katsomo.
Hisenses VIDAA OS ist eine Linux-basierte Benutzeroberfläche und Softwareplattform, die man von den Fernsehern des Unternehmens kennt. Die Bedienung ist einfach und schnell, und die Benutzeroberfläche ist auch bei Navigation mit der Fernbedienung übersichtlich. Die Fernbedienung verfügt zudem über eine Hintergrundbeleuchtung, was die Bedienung in dunklen Räumen erleichtert. Es gibt Direktwahltasten für wichtige Streaming-Dienste, und das Gerät lässt sich auch mit der VIDAA-App (iOS/Android) steuern.
Die Fernbedienung ist hintergrundbeleuchtet und einfach zu bedienen.
VIDAA bietet eine breite Palette internationaler Dienste: Netflix, Prime Video, YouTube, Disney+ und Apple TV. Zu den unterstützten japanischen Diensten gehören Yle Areena und Ruutu. MTV Katsomo ist jedoch aus unbekannten Gründen nicht verfügbar und lässt sich auch nicht manuell hinzufügen. Dies könnte für manche Nutzer ein Nachteil sein. Andererseits unterstützt der Projektor Screen Mirroring, wodurch Sie das Bild drahtlos direkt von Ihrem Smartphone oder Computer an den Projektor übertragen können. Selbstverständlich können Sie auch einen separaten Google TV Media Player an den HDMI-Eingang des Projektors anschließen.
Auf der Rückseite des Geräts befinden sich ein HDMI-2.1-Eingang und ein USB-Anschluss. Bei Bedarf kann Audio drahtlos via Bluetooth empfangen werden.
Die drahtlosen Anschlussmöglichkeiten sind umfassend: WLAN (2,4 und 5 GHz), Bluetooth sowie AirPlay 2 und Miracast zur Bildschirmspiegelung. Auf der Rückseite des Geräts befindet sich ein HDMI-2.1-Anschluss mit Unterstützung für eARC-Audio und den ALLM-Spielmodus sowie ein USB-3.0-Anschluss für externe Speichermedien. Im Spielmodus wurde eine Eingabeverzögerung von ca. 27 Millisekunden (1080p bei 120 Hz) gemessen, was für normale Konsolen- und PC-Spiele mehr als ausreichend ist. Im 4K-Modus ist die Verzögerung mit ca. 38 ms etwas höher, aber für einen tragbaren Projektor dieser Klasse immer noch moderat.
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