Eine mobile Powerstation versorgt Orte mit Strom, die bisher nicht verfügbar sind. Sie dient außerdem als Notstromversorgung bei Stromausfall und liefert selbst für intensive Nutzung genügend Leistung.
Text und Screenshots: Joni Nikkola
Fotos: Hersteller
Powerbanks gehören mittlerweile zur Standardausrüstung, insbesondere auf Reisen, wo der Zugang zu Strom nicht immer gewährleistet ist. Sie eignen sich hervorragend zum Aufladen von Handys, kleinen Tablets und anderen kleinen Elektronikgeräten, liefern aber bei Weitem nicht genug Leistung, um einen Laptop oder andere Haushaltsgeräte zu betreiben.
Eine tragbare Powerstation kann beispielsweise in ein Ferienhaus ohne Stromanschluss mitgenommen werden, um einen Teil der tagsüber von den Solarmodulen des Ferienhauses erzeugten Energie zurückzugewinnen. Sie eignet sich auch für Campingausflüge oder beispielsweise für die Nutzung im Auto zum Arbeiten am Laptop. Aber auch zu Hause kann sie bei Stromausfällen eingesetzt werden.
Im Frühjahr 2018 testeten wir Polaroids PS100 Powerbank, die etwa so groß wie eine halbe Literdose ist und über eine herkömmliche Steckdose verfügt. Sie versorgte den Computer unter Volllast zwei Stunden und 20 Minuten lang mit Strom. Diesmal testen wir die etwas größere EcoFlow River Mini Wireless.
Es sind zwei Versionen erhältlich, das von uns getestete Wireless-Modell kostet 350 Euro und bietet im Gegensatz zum 20 Euro günstigeren Basismodell einen 100-Watt-USB-C-Anschluss sowie ein kabelloses Ladepad.
In einer Tasche oder einem Kofferraum
Der EcoFlow River Mini Wireless ist recht kompakt, etwa so groß wie ein Sechserpack Dosen. Er verfügt über drei USB-A-Anschlüsse an der Vorderseite, beispielsweise zum Laden mobiler Geräte, sowie einen leistungsstärkeren USB-C-Anschluss für schnelleres Laden. Unterhalb der Anschlüsse befindet sich der Ein-/Ausschalter für die USB-Ports. Rechts an der Vorderseite ist eine 12-Volt-Kfz-Steckdose mit zugehörigem Schalter angebracht.
In der Mitte befindet sich das Display. Links werden in großen Zahlen der verbleibende Ladestand und die verbleibende Ladezeit angezeigt. Der Kreis und die Prozentanzeige in der Mitte zeigen den Ladestand in Prozent an, und rechts werden die Eingangs- und Ausgangsleistung in Watt angezeigt. Kleinere Symbole informieren über den Status des WLAN-Netzwerks, den Ladestatus und die aktuell genutzten Ausgänge.
Das Frontpanel ist vielseitig. Das Display zeigt den Ladestatus, die Ladeleistung des Geräts und die Leistungsaufnahme der Ausgänge an. Für maximale Sicherheit ist das Gerät mit Schutzfunktionen gegen Überhitzung und Unterhitzung, Tiefentladung, Überladung, Überlastung, Kurzschluss und Überstrom ausgestattet. Die Kontrollleuchten auf dem Frontpanel zeigen jeweils die Art des Fehlers an und ob dieser das Laden des Geräts selbst, den Kfz-Stecker, die USB-Anschlüsse oder den Schuko-Stecker betrifft.
Unterhalb des Bildschirms befinden sich die IoT-Reset-Taste, mit der Sie das Gerät mit der mobilen App verbinden können, und der Ein-/Ausschalter. Unten sind Warnleuchten für niedrige und hohe Temperaturen sowie für einen blockierten Lüfter angebracht. An der linken Seite des Geräts befinden sich die Anschlüsse zum Laden per Solarstrom, über den Zigarettenanzünder im Auto oder über eine Steckdose. Außerdem gibt es eine Netzsteckdose mit Schalter. Im Lieferumfang sind Ladekabel für den Standard-Netzstecker, das Auto und die Solarladung enthalten.
Drehmoment für die meisten Bedürfnisse
Im Inneren befindet sich ein 210-Wattstunden-Akku mit einer Kapazität von rund 58.400 mAh. Damit ließe sich beispielsweise ein MacBook Air dreimal, ein WLAN-Router 15 Stunden lang, ein Gefrierschrank 1,5 Stunden lang und eine Autokühlbox 2,6 Stunden lang aufladen.
Das Gerät soll über den Schuko-Stecker 300 Watt Dauerleistung und kurzzeitig 600 Watt Leistung liefern. Die USB-A-Ausgänge bieten fünf Volt und 2,4 Ampere Stromstärke. Es bietet keine maximale Ladegeschwindigkeit, beispielsweise beim Laden eines Mobiltelefons. Der USB-C-Anschluss liefert 100 Watt Leistung, was bereits ein deutlich schnelleres Laden ermöglicht.
Auf der linken Seite des Geräts befinden sich die Anschlüsse zum Laden per Solarenergie sowie über einen Kfz-Stecker oder eine Steckdose. Dort sind auch die Netzsteckdose und der zugehörige Schalter. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Ventilator.
Der EcoFlow River Mini Wireless lässt sich auf drei Arten aufladen. Mit Solarenergie ist er in 2,6–5 Stunden vollständig geladen, im Auto in 3,5 Stunden und an der Steckdose in 1,5 Stunden. Angesichts seiner Kapazität lädt er recht schnell, da die von uns zuvor getestete kompakte Powerbank von Polaroid über Nacht geladen werden musste. An einer normalen Steckdose erreicht der Akku innerhalb einer Stunde 80 Prozent Ladung.
Die maximale Leistung für Solar- und Autoladung beträgt 100 Watt. Das Laden mit dem 110-Watt-Solarpanel von Ecoflow ist trotz der höheren Leistung ebenfalls möglich. Das Laden im Auto erfolgt über den Zigarettenanzünder und wird nur bei laufendem Motor empfohlen. Das Laden über eine Steckdose ist mit maximal 300 Watt möglich.
Der Akku soll nach 500 Ladezyklen noch 80 Prozent seiner Kapazität aufweisen.
Die X-Boost-Funktion ist für Heizgeräte und Geräte mit Elektromotoren konzipiert, jedoch nicht für Geräte mit Spannungsschutz, wie z. B. Präzisionsinstrumente.
EcoFlow fungiert auch als USV, wenn es an das Stromnetz und ein elektrisches Gerät angeschlossen ist. Im Normalbetrieb versorgt EcoFlow das angeschlossene Gerät mit Strom aus dem Netz. Bei einem Stromausfall schaltet es innerhalb von 30 Millisekunden auf die Stromversorgung aus seinem eigenen Akku um. Es ist nicht kompatibel mit Geräten, die für höchste Ansprüche und eine Latenz von null Millisekunden ausgelegt sind.
Bequem zu bedienen
Das Gerät ist einfach zu bedienen. Ein kurzer Druck schaltet es ein, ein langer Druck schaltet es aus. Um USB-Geräte oder die Kfz-Steckdose zu nutzen, müssen Sie die entsprechenden Tasten drücken. Das Gerät schaltet sich dann nicht automatisch aus. Auch der Schuko-Stecker wird per Knopfdruck eingeschaltet, schaltet sich aber automatisch wieder aus. Der Hersteller empfiehlt außerdem, die Steckdose auszuschalten, wenn sie nicht benutzt wird, da der Wechselrichter Strom verbraucht.
Das Gerät wechselt nach fünf Minuten Inaktivität automatisch in den Ruhemodus. Der Bildschirm schaltet sich dann ebenfalls aus, es sei denn, das Gerät wird gerade geladen. Um den Bildschirm während des Ladevorgangs auszuschalten, drücken Sie kurz den Ein-/Ausschalter. Standardmäßig schaltet sich das Gerät nach 30 Minuten Inaktivität vollständig aus. Diese Zeit kann jedoch in der App angepasst werden.
EcoFlow River Mini Wireless: Ein kompaktes Strompaket
Der EcoFlow River Mini Wireless bietet ausreichend Akkukapazität und Leistung für den moderaten Gebrauch in einem kompakten Gehäuse. Er eignet sich für den grundlegenden Bedarf im Ferienhaus, beim Camping oder bei Stromausfall, solange Sie keine größeren Haushaltsgeräte betreiben möchten.
Das Gerät funktionierte in unserem Test einwandfrei und überraschte uns positiv mit seiner Vielseitigkeit. Es gibt jedoch einige kleinere Nachteile. Angesichts der Akkukapazität ist das mobile Laden über den USB-A-Anschluss quälend langsam. Weitere Nachteile sind der relativ laute Lüfter und die gelegentlichen Verbindungsabbrüche der App zum Gerät.
GUT & SCHLECHT
Vielseitige Verbindungen
Komfortable Energiereserven
Kompakte Größe
Langsames Laden über USB-A
Lauter Ventilator
Die Anwendung verliert die Verbindung
| EcoFlow River Mini Kabellos | |
|---|---|
| Preis | 349 € |
| Weitere Informationen | ecoflow.com |
| Netzanschluss | 1 x Schuko 230 V 50 Hz (300 W Dauerleistung, 600 W Momentanleistung, reine Sinuswelle) |
| USB-Anschlüsse | 3 x USB-A (5 V DC, 2,4 A); 1 x USB-C (5–20 V DC, 5 A) |
| Zigarettenanzünderbuchse | 126 W, 12,6 V DC, 10 A |
| Langaton lataus | Max. 15 W |
| Eingaben | Netzanschluss, Zigarettenanzünderbuchse |
| Solarladung | 11–39 V, 8 A, max. 100 W |
| Akku | 210 Wh |
| Betriebstemperatur | -20…+45°C (Ladetemperatur 0–45°C) |
| Sovellus | Ja |
| Größe | 24,8 x 13,9 x 13,2 cm |
| Gewicht | 2,85 kg |
Die Geschichte wurde ursprünglich veröffentlicht In der AVPlus-Zeitschrift 2/2022 (Nr. 211).













