Die Hörumgebung hat einen großen Einfluss auf den Klang von Lautsprechern, insbesondere auf den Bass. Dieser ist nicht immer optimal. Die Lösung kann so einfach sein wie ein Raum-Equalizer. Zwei erschwingliche Raum-Equalizer im Test.
Der Hörraum hat einen großen Einfluss auf den Klang von Lautsprechern, insbesondere auf die Basswiedergabe. Sobald der Schall einen Lautsprecher verlässt, breitet er sich im Raum aus und wird durch Reflexionen an Wänden, Böden und Decken, stehende Wellen und andere akustische Phänomene geformt. Hohe Frequenzen sind gerichteter und werden leichter gedämpft, während tiefe Frequenzen sich nahezu in alle Richtungen ausbreiten und so Druckunterschiede erzeugen, die den Bass in verschiedenen Bereichen des Raumes verstärken oder abschwächen können.
Wir hören also immer die Interaktion zwischen den Lautsprechern und dem Raum. Der Direktschall vom Lautsprecher erreicht den Zuhörer zuerst, gefolgt von Reflexionen von Wänden, Boden und Decke. Reflexionen, stehende Wellen und Raummoden verändern das ursprüngliche Signal: Sie verursachen Anhebungen und Absenkungen im Frequenzgang, dämpfen Transienten und beeinträchtigen die Genauigkeit der Klangabbildung und die Klangbalance.
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Diese Probleme lassen sich auf verschiedene Weise reduzieren, wobei die Kontrolle des Raumeffekts unerlässlich ist. Die Lautsprecherposition und die Hörposition haben einen großen Einfluss, und akustische Dämpfungs- oder Diffusionselemente können Reflexionen verringern. Insbesondere bei tiefen Frequenzen sind die physikalischen Lösungen jedoch begrenzt. Stehende Wellen und Raummoden entstehen im gesamten Raum, nicht nur an Oberflächen. Die Kontrolle tiefer Frequenzen mit akustischen Mitteln ist aufgrund der langen Wellenlängen schwierig, obwohl verschiedene Bassfallen und ähnliche Hilfsmittel für diesen Zweck erhältlich sind.
Neben traditionellen akustischen Methoden, insbesondere zur Basskontrolle, hat sich eine elektronische Alternative etabliert: die Raumkorrektur. Sie basiert auf digitaler Signalverarbeitung (DSP), welche die Interaktion zwischen Lautsprecher und Raum misst und versucht, Wiedergabefehler und -ungleichmäßigkeiten zu minimieren.
Die Raumkorrektur verändert die Raumakustik nicht, sondern gleicht Abweichungen, die dadurch entstehen, sehr präzise aus – insbesondere dort, wo sie am deutlichsten wahrnehmbar sind, also bei tiefen Frequenzen. Die Methode hat sich mit dem technologischen Fortschritt und den gestiegenen Verarbeitungsgeschwindigkeiten weiterentwickelt.
Wissen aus Finnland
Das finnische Unternehmen DSPeaker ist der breiten Öffentlichkeit möglicherweise nicht geläufig, hat sich aber unter Enthusiasten und Fachleuten der Branche über die Jahre durch seine fortschrittliche Anti-Mode-Raumkorrekturtechnologie einen Namen gemacht. DSPeaker verfügt über langjährige Erfahrung in der Anwendung digitaler Signalverarbeitung für das Akustikmanagement, und seine Geräte haben weltweit zahlreiche Auszeichnungen und Testerfolge erzielt – allerdings hauptsächlich in den vergangenen Jahren, da sich die Technologie seither weiterentwickelt hat. DSPeaker fertigt zudem seine eigenen Prozessoren, was oft eine schnellere Signalverarbeitung ermöglicht und mehr Flexibilität bei der Signalverarbeitung selbst bietet.
DSPeaker ist einer der wenigen Hersteller, die separate Raum-Equalizer speziell für Subwoofer und Stereoanlagen anbieten. Vergleichbare Geräte sind auf dem Markt rar, da Raum-Equalizer meist in Heimkino-AV-Verstärkern und nicht in Zweikanal-HiFi-Systemen integriert sind. Daher sind die Geräte von DSPeaker besonders interessant für alle, die die Klangregelung einer Stereoanlage und/oder eines Subwoofers optimieren möchten, ohne das gesamte AV-System zu verändern.
Tatsächlich verwenden viele Nutzer Equalizer anstelle der in ihren AV-Verstärkern integrierten Equalizer. DSPeaker-Geräte benötigen außerdem keine separate Software, keinen Computer, keine Netzwerkverbindung und keine Registrierungen oder Lizenzen.
Zwei Geräte zum Testen
Das Sortiment von DSPeaker umfasst mehrere Produkte. Wir haben den günstigsten Raumkorrekturprozessor Anti-Mode 8033 Cinema getestet, der ausschließlich zur Optimierung der Subwoofer-Wiedergabe dient und 350 Euro kostet. Der 2.1-Kanal-Prozessor X2 hingegen, der 699 Euro kostet, bietet Korrektur für den gesamten Frequenzbereich, umfangreichere Einstellmöglichkeiten und vielseitigere Anschlussmöglichkeiten. Der X2 fungiert außerdem als Vorverstärker, D/A-Wandler und externe Soundkarte für einen Computer.