DSPeaker ShakeEQ ist ein Signalprozessor für Subwoofer, der die Frequenzgangkurve und das Resonanzverhalten des Subwoofers analysiert und korrigiert. Das Ergebnis soll ein ausgewogeneres und natürlicheres Klangbild sein.
Eines der Hauptprobleme von Bassvibratoren besteht darin, dass die vom Vibrator erzeugte Bewegung nicht immer gleichmäßig und natürlich über die Struktur auf den Benutzer übertragen wird. Dies liegt daran, dass Bassvibratoren in der Regel eine recht starke Eigenresonanz aufweisen und zudem jede Struktur, an der der Vibrator befestigt ist, ihre eigene oder mehrere Resonanzfrequenzen besitzt. Bei diesen Frequenzen wird die vom Vibrator erzeugte Bewegung verstärkt, bei anderen Frequenzen kann sie jedoch gedämpft werden oder ungleichmäßig verlaufen. Dadurch wirkt der Effekt des Vibrators stellenweise übertrieben und unnatürlich, erzeugt aber andererseits auch das gewünschte Gefühl. Ähnlich wie bei Lautsprechern, wo unterschiedliche Frequenzen ausgewogen klingen müssen, muss in diesem Fall die Vibrationsintensität bei allen Frequenzen gleich stark sein.
Dies zeigte sich auch deutlich in unserem Bassvibrator-Test. Bei der Resonanzfrequenz des Vibrators und beispielsweise während Explosionen in Filmen wackelte der Stuhl recht sanft, während Schüsse kaum spürbar waren. Erhöhte man die Lautstärke, sodass die Schüsse auch im Stuhl deutlich zu spüren waren, war der Explosionseffekt viel zu stark. Und natürlich beeinflusst auch die Übergangsfrequenz, wie natürlich sich die vom Vibrator erzeugte Bewegung anfühlt.
Lösung für viele
Der finnische Hersteller DSPeaker ist vor allem für seine Subwoofer und Raumkorrektoren bekannt, hat aber nun festgestellt, dass die gleiche Technologie auch bei Bassvibratoren hervorragend funktioniert, deren Markt vor allem in den Vereinigten Staaten recht groß ist und auch in Europa wächst.
Anstatt die Raumakustik zu korrigieren, ist dieser digitale Signalprozessor ShakeEQ, der etwa 300 Euro kostet, darauf ausgelegt, die „Vibrationsantwort“ von Bassinstrumenten zu korrigieren und gleichzeitig als Steuereinheit mit Pegelreglern und Filtern zu fungieren.
Das Gerät analysiert die Resonanzen, die durch den Vibrator und die Montagekonstruktion entstehen, und verspricht, übermäßig starke Resonanzen zu glätten und schwächere Bereiche zu verstärken. Dadurch soll die Vibrationsempfindung linearer verlaufen und besser dem ursprünglichen Frequenz- und Intensitätsgehalt des Eingangssignals entsprechen. So viel zur Theorie.
Darüber hinaus verfügt das Gerät über einen manuell einstellbaren parametrischen Equalizer, einstellbare Tief- und Hochpassfilter, eine Pegelregelung (per Fernbedienung), eine Verzögerungsregelung und vieles mehr. Zu viel des Guten?
Das Gerät ist innen technisch ausgereift. Der DSP-Chip ist eine Eigenentwicklung von DSPeaker (VSLI-Solution Oy).
Kupplung
Der kompakte DSPeaker ShakeEQ wird vor dem Bass-Shaker-Verstärker in die Signalkette geschaltet. Er wird an die Line-Ausgänge der Audioquelle angeschlossen und seine beiden Cinch-Eingänge (A und B) werden intern zu einem Mono-Signal summiert, das über zwei Cinch-Ausgänge an den Bass-Shaker-Verstärker weitergeleitet wird. Bei Verwendung mehrerer Verstärker können die Ausgänge mit Cinch-Splittern erweitert werden.
Die Rückseite verfügt über RCA-Ein- und Ausgänge mit Line-Pegel. Das Ausgangssignal wird summiert. Der USB-Anschluss dient für Updates, kann aber auch zum Herunterladen der Kalibrierungskorrekturantwort für Analysezwecke verwendet werden.
Im Stereobetrieb erfolgt der Anschluss an den Line-Ausgang des Verstärkers (sofern vorhanden) oder, falls erforderlich, an den Lautsprecherausgang mithilfe eines Line-Level-Adapters. Im Heimkino (mit AV-Verstärker) kann der Subwoofer-Ausgang verwendet werden. Auch hier empfiehlt der Hersteller jedoch primär die Verwendung der Line-Ausgänge der Hauptkanäle (links/rechts) und die Einstellung der Hauptlautsprecher des Verstärkers auf „groß“. Dadurch wird der gesamte Bassbereich des Signals übertragen. Ist dies nicht möglich, beispielsweise aufgrund fehlender Verstärkeranschlüsse, kann ShakeEQ alternativ an den Subwoofer-Ausgang (LFE) angeschlossen werden. In diesem Fall werden die Hauptlautsprecher auf „klein“ eingestellt. So wird sichergestellt, dass der Subwoofer-Ausgang einen breiteren Frequenzbereich als nur LFE-Effekte überträgt und ShakeEQ ein ausreichend vielfältiges Signal für die Frequenzentzerrung erhält. Dies ist die Empfehlung des Herstellers.
Verwenden
Das Gerät verfügt über einige Einstellungen und Anpassungsmöglichkeiten, mit denen man sich im Vorfeld vertraut machen sollte. Die Bedienungsanleitung ist zwar bereits umfangreich, dennoch könnten die einzelnen Funktionen noch detaillierter erklärt werden.
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