Das Nationalmuseum von Katar modernisiert das Bildgebungssystem in seinen zehn immersiven Galerien, darunter 128 Panasonic PT-RQ25K Laserprojektoren und über 170 HIVE Mediaplayer.
Die Größenordnung wird durch die Gesamtlichtleistung der Projektoren verdeutlicht: Jeder PT-RQ25K erzeugt 20.000 Lumen Lichtleistung. Das ist etwa das 7- bis 10-Fache der Lichtleistung eines typischen Heimprojektors und reicht für große Leinwände in Museen, Veranstaltungshallen und Konzerthäusern aus. Mit 128 Projektoren steigt ihre gesamte nominelle Lichtleistung auf 2,56 Millionen Lumen – ungefähr so viel wie etwa tausend Heimprojektoren mit je 2.500 Lumen – was bereits eine beachtliche Effizienz darstellt.
In der Praxis sind die Projektoren nicht für den Dauerbetrieb mit voller Leistung ausgelegt, aber die große Lichtleistungsreserve ermöglicht es, die Betriebsleistung zu reduzieren und die Helligkeit der Projektoren anzupassen.
Die Hardware verarbeitet über 28 Milliarden Pixel pro Sekunde.
Die PT-RQ25K-Projektoren verwenden drei DLP-Chips, bei denen die Rot-, Grün- und Blaukanäle separat erzeugt und gleichzeitig dargestellt werden. Die DLP-Chips haben eine physikalische Auflösung von 1920 × 1200 Pixeln. Panasonics Quad Pixel Drive-Technologie mit Pixelverschiebung erzeugt ein Bild mit 3840 × 2400 Pixeln.
Im Museum werden die Bilder nicht auf herkömmliche, gerade Leinwände projiziert. Die Videos werden stattdessen auf große, gebogene Wände, über Ecken und um die Ausstellungsstücke herum projiziert. Mit mehreren Projektoren, deren Bilder ausgerichtet, an die Oberflächenkonturen angepasst und mithilfe der VIOSO-Software an den Rändern ineinander überblendet werden, entsteht ein einheitliches Gesamtbild.

Alle Bildkanäle müssen exakt synchronisiert bleiben. Selbst geringfügige Zeitabweichungen wären im Bewegtbild sichtbar, wenn sich das Motiv von einem Projektorbereich in einen anderen bewegt.
Die Bildwiedergabe erfolgt über ein System des britischen Unternehmens HIVE. Panasonic übernahm das Unternehmen im Mai 2026, HIVE wird jedoch als eigenständiges Unternehmen weiterbestehen und auch Geräte anderer Hersteller unterstützen.
Das Museum verwendet kleine HIVE Beeblade Mediaplayer. Diese können direkt in den Intel SDM-Steckplatz des Projektors eingesetzt werden, wodurch ein separater Mediaplayer und ein langes Videokabel für jeden Projektor überflüssig werden.
Trotz der Dezentralisierung werden über 170 Repeater als eine Einheit verwaltet. Das System verteilt und plant Inhalte, überwacht die Geräte und sorgt für die präzise Synchronisierung der Bilder verschiedener Projektoren. Die Repeater können Videomaterial mit bis zu 8K-Auflösung verarbeiten, das das Museum für die Produktion seiner Ausstellungsfilme verwendet hat.
Neben der fortschrittlichen Technologie und der hohen Leistung ist auch die geringe Größe der Projektoren bemerkenswert. Panasonic stellte 2022 den rund 35 Kilogramm leichten PT-RQ25K als weltweit kleinsten und leichtesten 20.000 Lumen starken 4K-DLP-Projektor mit drei Chips vor. Er ist 40 Prozent kleiner und 35 Prozent leichter als sein Vorgänger.
Es gibt keinen offiziellen Listenpreis, aber der Preis eines einzelnen Projektors liegt ohne Objektiv und Installation bei mehreren Zehntausend Euro. Allein die Anschaffung von 128 Projektoren stellt daher ein Ausrüstungspaket im Wert von mehreren Millionen Euro dar.
Mehr Informationen:
Pressemitteilung von Panasonic zum Nationalmuseum von Katar
Panasonic PT-RQ25K – Funktionen und Spezifikationen
HIVE-Projektseite des Nationalmuseums von Katar
HIVE Pluto Media Player











